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Juniorwiki:Hintergrundinformationen

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Inhaltsverzeichnis

Hintergrund I: Schule & Internet

Der Zusammenhang zwischen Schule und Internet ist vielschichtig. Das fängt bereits damit an, von wessen Warte aus man an diesen Komplex herangeht. Denn während das Internet für die meisten Schüler lebensweltliche Normalität ist und sie das Internet privat wie schulisch ausgiebig nutzen, stellt das Internet für die allermeisten Lehrer im schulischen Bereich keine Lösung, sondern bestenfalls eine Aufgabe und Herausforderung dar.

Auch Juniorwiki kann diese Aufgabe einer Verbindung zwischen Schule und Internet nicht einfach lösen. Was es allerdings kann, ist, sowohl Schülern als auch Lehrern ein Angebot zu machen, wie eine sinnvolle Verbindung aussehen kann. Dazu haben wir im Folgenden einige Probleme identifiziert, die sich mit Juniorwiki zumindest angehen lassen.

Schüler & Internet

Für Schüler ist das Internet lebensweltliche Realität, indem sie es privat wie schulisch nutzen. Genau in diesem „privat wie schulisch“ steckt jedoch bereits eine handfeste Schwierigkeit. Denn zwischen diesen Nutzungsweisen wird nicht hinreichend unterschieden. Im einzelnen ergeben sich daraus mehrere Problemfelder.

  • Problem I: altersgemäß informieren und artikulieren
Es ist für Schüler durchaus ein Problem, an für sie relevante Informationen heranzukommen und sich dazu gemäß ihren Kenntnissen und Fähigkeiten verhalten zu können.
  • Problem II: wenig unterrichtsbezogen und zu kompliziert
Das zeigt sich besonders darin, dass viele Informationen einen zu geringen Bezug zum entsprechenden Unterricht haben und zudem noch zu kompliziert für sie geschrieben sind.
  • Problem III: person- statt sachbezogen
Viele Schüler lernen das Internet als ein primär personbezogenes Kommunikationsmittel kennen. Was dagegen zurückfällt, ist die Dimension eines sachbezogenen Informationsmediums.
  • Problem IV: Copy&Paste-Mentalität
Nach unserer Ansicht ist dieses Problem eine Konsequenz aus den vorstehenden Schwierigkeiten (und weniger Faulheit). Das dritte unbekannte Fremdwort im Artikel, den man zur Vorbereitung nutzt, führt nicht dazu, es ebenfalls nachzuschlagen, sondern zu einem scheiternden Verständnis.

Lehrer & Internet

Auch auf Grund der angeführten Schwierigkeiten ist das Internet für Lehrer im schulischen Bereich keine Lösung, sondern eine Aufgabe. Sie stehen zudem vor eigenen Problemen.

  • Problem I: was wie in den Unterricht einbinden
Wie soll das Internet sinnvoll und anschaulich in den Fachunterricht eingebunden werden? Wozu bietet es sich an, ohne dass der Unterricht damit zu einer Multimedia-Show ausartet? Und ist das überhaupt nötig, da doch „das Internet“ in ein eigenständiges Fach ausgelagert ist?
  • Problem II: Kompetenzen
Vordergründig betrachtet haben die Schüler eine größere Kompetenz im Umgang mit dem Medium. Das bezieht sich nur leider nicht auf ihr Differenzierungsvermögen, sondern allein darauf, dass sie viel experimentier- und klickfreudiger sind.
  • Problem III: die Autorität des Netzes
Bei Schülern herrscht oftmals eine Gläubigkeit an die Autorität des Netzes. Was dort steht, entspricht der Wahrheit und ist richtig. Warum sich also durch den Verweis aufs Netz auch noch der Gefahr aussetzen, diese Gläubigkeit mit viel Zureden und Beharrlichkeit – d.h. Zeit und Kraft – aufbrechen zu müssen?
  • Problem IV: gute, altersgerechte Informationen
Und schließlich kann man als Lehrer gar nicht den Überblick behalten, wo sich wirklich gute Informationen finden. Worauf also soll man die Schüler verweisen? Was ist ein Hilfe, was scheint nur so?

Diese Auflistung an Schwierigkeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und genauso wenig beansprucht Juniorwiki für sich, sie einfachhin zu lösen.

Aber es geht doch darum, aus den vorstehenden Problemen nicht zu folgern, also aufzugeben und den Kopf in den Sand zu stecken; sondern daraus umgekehrt die Maxime abzuleiten, sich der Schwierigkeiten anzunehmen und sie anzugehen. Dafür macht Juniorwiki ein Angebot.

Hintergrund II: Wikis & Juniorwiki

Wikis allgemein

Juniorwiki ist ein sogenanntes Wiki. Ein wichtiger Nutzen solcher Wikis besteht darin, allen Nutzern zu ermöglichen, sich schnell und für jeden zugänglich über etwas zu informieren. Zugleich wird ihnen zumeist die Möglichkeit gegeben, Artikel und Beiträge selber zu bearbeiten. Auf diese Weise werden die Nutzer von Wikis sowohl lesend als auch schreibend tätig.

Das wohl bekanntest Wiki ist Wikipedia, ein umfangreiches Online-Lexikon. Der große Bekanntheitsgrad von Wikipedia hat dazu geführt, daß viele Menschen unter „Wikis“ überhaupt Enzyklopädien verstehen. Der überragende Erfolg der Wikipedia beruht darauf, viele Menschen, Laien wie Spezialisten, zur Mitarbeit zu bewegen. Das führt zum einen zu einer Vielzahl von Artikeln zu verschiedensten Themen und Wissensgebieten. Zum andern gewährleistet die große Zahl der aktiv Mitwirkenden zugleich eine gute Qualität der Einträge.

Juniorwiki im besonderen

Juniorwiki beruht auf drei Säulen:

  • Themen: Inhalte nach Altersgruppen getrennt
  • Kompetenzen: Altersgemäße Fähigkeiten des Verstehens und Lernens
  • Partizipation: Einbeziehung der Schüler in die Erarbeitung der Inhalte und Themen

Die zentrale Idee von Juniorwiki ist die altersgerechte Darstellung von Wissen und Themen. Solche Altersgerechtigkeit ist in zweierlei Hinsicht – den ersten beiden Säulen – maßgeblich. Zum einen sind für einzelne Altersgruppen ganz bestimmte Inhalte und Themen wichtig; das stellt die thematische Seite dar. Zum andern – und noch wichtiger – sind zugleich die unterschiedlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. Das ist die Kompetenzseite.

Ein Großteil der in Online-Enzyklopädien zugänglichen Beiträge ist weder auf die Fähigkeiten von Schülern zugeschnitten, noch eignet er sich für die Anforderungen des Unterrichts. Die Beiträge sind entweder zu schwierig und speziell oder zu allgemein und oberflächlich.

Juniorwiki versucht, dem Inhaltlichen und dem Kompetenzmäßigen durch eine Unterscheidung nach Altersgruppen gerecht zu werden. Das erlaubt es Schülern zum einen, sich mit genau den Themen zu befassen, die für sie wichtig sind. Es ermöglicht ihnen zum andern, sich diesen Themen genau so anzunähern, wie sie sie verständlich finden und sich aneignen können.

So wird beispielsweise der Beitrag zum Thema „Photosynthese“ in der siebten Klasse ein ganz anderer sein als der für die elfte Klasse, sowohl was die Inhalte betrifft als auch mit Blick auf die Darstellung: während es einmal um die wesentlichen Bestandteile geht, die bei der Photosynthese überhaupt eine Rolle spielen, rückt später die formalisierte Beschreibung biochemischer Prozesse in den Fokus.

Neben den Inhalten und Fähigkeiten bildet ein partizipatives Moment die dritte Säule von Juniorwiki. Über das altersgerechte Bereitstellen von Unterrichtsthemen hinaus erfordert Juniorwiki von Schülern, sich einzubringen und zu engagieren.

Auf Juniorwiki sind daher primär Schüler dazu eingeladen, selbst Beiträge zu verfassen und sich auf diese Weise zu beteiligen. Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, einander Themen und Sachverhalte zu erklären – getreu dem Motto docendi discimus, „lehrend lernen wir“.

Mit dieser dritten Säule wird ein weiteres zentrales Anliegen von Juniorwiki deutlich. Indem Kinder und Jugendliche an der inhaltlichen Arbeit und Darstellung beteiligt werden, wird ihnen zugleich Verantwortung übereignet. Diese Verantwortung stellt ein wichtiges Element dar für die Ausbildung von Medienkompetenz.

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